Events sind für Softwarehäuser ein gutes Instrument, „stattzufinden“: Die Community ist aktiv, der Content wird geteilt, die Sichtbarkeit ist da. Aber hier ist die unbequeme Wahrheit für die Geschäftsführung: Sichtbarkeit allein sichert keine Marge.

Ich beobachte immer wieder das gleiche Muster: Softwarehäuser investieren massiv in Community-Arbeit, Tech-Content und LinkedIn-Präsenz. Aber wenn man genau hinsieht, ist das oft nur „diffuses Rauschen“. Viele Scheinwerfer leuchten in den Himmel, aber sie erzeugen kein scharfes Bild beim Kunden.

Das Problem: Wenn Experten auf diesen Events über Architektur, KI oder Green Coding schreiben, ohne ein strategisches Dach, passiert folgendes:

  1. Der Markt nimmt das als „sympathische Experten-Truppe“ wahr – aber nicht als unverzichtbaren strategischen Partner.
  2. Der Sales-Abteilung fehlen die Botschaften, um den Wert der Arbeit gegen den KI-Preisdruck zu verteidigen.
  3. Und schließlich verliert man die Regie über die eigene Story an den lautesten Wettbewerber.

Vermeiden kann man das, indem man weg von der „Aktivitäts-Falle“ hin zur Kommunikations-Architektur kommt. Es geht darum, das tiefe Wissen der eigenen Experten so zu kanalisieren, dass es direkt auf die eigene Markenautorität einzahlt.

Wahres Thought Leadership entsteht nicht durch die Menge der Posts, sondern durch die Schärfe der Positionierung. Das verstehen Kunden und schafft neue Verbindungen. Man muss sich also fragen: Werden unsere Experten-Themen schon so geführt, dass sie ihren Marktwert schützen – oder produzieren sie nur „Rauschen“? Schrotflinte oder Laser?

Foto von Vadim Sadovski auf Unsplash

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